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FAQ

faqAuf dieser Seite werden Fragen beantwortet, die häufig von Patienten gestellt werden. Sollten Sie dennoch eine Frage haben die hier nicht beantwortet wird, können Sie diese gerne per e-mail direkt an uns schicken. Wir werden versuchen, sie so schnell wie möchlich zu beanworten.






1. Bleiben meine Zähne nach der Behandlung gerade?
Nach der kieferorthopädischen Behandlung ist es möglich, dass sich die Zähne wieder verschieben. Aus diesem Grund werden nach der aktiven Behandlung Geräte angefertigt, welche dieses verhindern sollen. Ein sogenanntes Retentionsgerät kann eine herausnehmbare Zahnspange sein, die nachts getragen werden soll. Oder aber es wird hinter die Frontzähne (im Ober- und Unterkiefer) ein sogenannter Lingual-Retainer geklebt, da sich diese besonders oft wieder verschieben.
2. Greift die Zahnspange meine Zähne an?
Die festsitzende Zahnspange wird mit speziellen Kunststoffen oder Zementen an den Zahnoberflächen befestigt. Nach der Behandlung erfolgt die Entfernung ohne sichtbare Spuren. Bleibende Schäden an den Zähnen gibt es nur, wenn die Patienten ihre Zähne nicht ausreichend pflegen. Die Zahnpflege ist besonders bei der festsitzenden Zahnspange sehr wichtig, nicht einfach und nur mit viel Ausdauer zu bewältigen. Mehr dazu unter Zahnpflege.
3. Kann es bei einer Zahnspange zu Problemen mit Allergien kommen?
Es gibt bei Allergien die Möglichkeit auf andere Materialien auszuweichen, wie zum Beispiel Titan- oder Keramikbrackets falls Sie auf Nickel allergisch reagieren. Wissenschaftlich wurden jedoch noch keine allergischen Reaktionen auf Zahnspangen festgestellt.
4. Kann ich mich auch als Erwachsener kieferorthopädisch behandeln lassen?
Ja, auch als Erwachsener ist eine kieferorthopädische Behandlung möglich. Es gibt keine Altersgrenze - allerdings sollte der Zahnhalteapparat gesund und entzündungsfrei sein. Lesen Sie dazu genaueres unter Erwachsenenbehandlung.
5. Kann ich mir aussuchen ob ich eine feste oder eine lose Zahnspange bekomme?
Die Zahnspange wird durch die Art der erforderlichen Zahnbewegung bestimmt und aus diesem Grund kann man es sich nicht selber aussuchen, ob man eine feste oder eine lose Zahnspange bekommt. In den meisten Fällen bekommt man beides. Zunächst findet eine Behandlung mit herausnehmbaren Geräten und danach mit einer festen Spange statt. Im Anschluss an die Behandlung mit einer Multibracketapparatur werden noch einmal herausnehmbare Zahnspangen getragen, die das Behandlungsergebnis stabilisieren sollen.
6. Meine Zähne sind schon seit Jahrzehnten schief, warum soll ich sie behandeln lassen?
Bei extrem schief stehenden Zähnen ist die Pflege der Zähne erschwert und es können sich leichter Zahnfleischentzündungen und Karies bilden. Durch eine kieferorthopädische Behandlung tritt eine Verbesserung der Kaufunktion ein. Außerdem können Nachbarzähne, die in eine länger bestehende Zahnlücke gekippt sind, wieder aufgerichtet werden, bevor man die Lücke prothetisch versorgt.
7. Muss ich einen Außenbogen tragen?
In unserer Praxis verwenden wir keinen Außenbogen (Headgear), da er zum einem unserem ästhetischen Behandlungskonzept nicht entspricht und zum anderen zu starke Kräfte auf Hals- und Nackenmuskulatur ausübt (ganzheitliche Kieferorthopädie). Wir setzen andere, nicht sichtbare Apparaturen ein, um Zähne zu verschieben und Platz zu schaffen.
8. Müssen Zähne gezogen werden?
Nach einer genauen Vermessung der von den Zähnen genommenen Gipsmodelle und Auswertung der Röntgenbilder kann man feststellen, ob die Zähne zu groß für den Kiefer sind. Wenn alle Platzbeschaffungsmöglichkeiten nicht ausreichen, müssen eventuell Zähne gezogen werden.
9. Tun Zahnspangen weh?
Oft drücken herausnehmbare und feste Zahnspangen, besonders nachdem sie verstellt worden sind. Dieser Druck ist individuell unterschiedlich, einige Patienten empfinden ihn als schmerzhaft, andere Patienten bemerken ihn gar nicht. Der Druck und das Lockern der bewegten Zähne ist bei einer erfolgreichen Behandlung ganz normal.
10. Unterscheidet sich eine kieferorthopädische Behandlung beim Erwachsenen von der beim Kind?
Es wird in der Kieferorthopädie zwischen Zahn- und Kieferfehlstellungen unterschieden. Zahnfehlstellungen kann man bei Erwachsenen und Kindern behandeln. Kieferfehlstellungen können jedoch nur während des Wachstums, also bei Kindern orthopädisch behandelt werden. Bei Erwachsenen ist eine kombinierte kieferorthopädisch-kieferchirurgische Behandlung zur Korrektur von Kieferfehlstellungen möglich. Vor der Operation müssen die Zähne der beiden Kiefer kieferorthopädisch gerade gestellt werden.
11. Wann muss ich das erste Mal zum Kieferorthopäden?
Eine Beratung beim Kieferorthopäden ist grundsätzlich ratsam, wenn Eltern, Zahnarzt oder Kinderarzt Auffälligkeiten an der Zahn- oder Kieferstellung bemerken. Einige Fehlstellungen sollten schon im Alter von 3 bis 6 Jahren behandelt werden (Frühbehandlung). In der Regel findet die kieferorthopädische Behandlung jedoch zwischen dem 10. und 13. Lebensjahr statt.
12. Warum bekommen mache Kinder früher eine Zahnspange als andere?
Der Behandlungsbeginn richtet sich nach den Zahn- und/oder Kieferfehlstellungen, welche sich bei einem Patienten zeigen. Es kommt darauf an ob es sich um eine reine Zahnfehlstellung, um eine Kieferfehlstellung oder um eine Kombination aus beidem handelt. In der Regel müssen Kieferfehlstelllungen viel früher (es muss noch genügend Wachstum vorhanden sein) als reine Zahnfehlstellungen behandelt werden.
13. Was ist ein Kieferorthopäde?
Ein Kieferorthopäde hat nach Abschluss seines Zahnmedizinstudiums mindestens ein Jahr zahnärztlich gearbeitet, eine dreijährige Weiterbildung auf dem Gebiet der Kieferorthopädie abgeschlossen und danach eine Facharztprüfung erfolgreich absolviert.
14. Was ist Kieferorthopädie?
Die Kieferorthopädie befasst sich mit der Korrektur von Zahn- und Kieferfehlstellungen. Durch die Behandlung dieser Fehlstellungen mit kieferorthopädischen Geräten können Atmung, Körperhaltung und Aussprache positiv beeinflusst werden. Die Gefahr von Karies und Zahnfleischerkrankungen ist bei einer Zahnfehlstellung erhöht und kann durch eine kieferorthopädische Therapie vermindert werden.
15. Was muss ich während der Behandlung beachten?
Gründliches Zähneputzen ist während der Behandlung besonders wichtig. Es dauert bei der festsitzenden Zahnspange länger, da man die Zähne perfekt sauber halten muss. Herausnehmbare Zahnspangen sollten häufig getragen werden, um einen schnellen Erfolg zu garantieren.
16. Wie entfernt man hartnäckige Beläge an der Zahnspange?
Die Ablagerungen können entfernt werden, indem Sie die Zahnspange für einige Zeit in verdünntes Essigwasser legen und sie danach mit einer Bürste säubern. Vielfach ist es Zahnstein der sich ablagert. Um das zu verhindern ist es wichtig, dass Sie die Zahnspange abends und morgens reinigen. Wir können die Zahnspange in der Praxis auch in einem Ultraschallgerät reinigen. Auf gar keinen Fall soll die Zahnspange in kochendes Wasser gelegt werden, da sie sich dabei verformen kann und dann nicht mehr passt.
17. Wie lange dauert die Behandlung?
Dies ist abhängig vom Umfang der kieferorthopädisch notwendigen Maßnahmen. Bei kleineren Fehlstellungen reichen manchmal schon einige Monate. Meistens jedoch, insbesondere bei ausgeprägten Zahn- und Kieferfehlstellungen, dauert sie mehrere Jahre (in der Regel 3 bis 4), bis das Kieferwachstum und der Zahnwechsel abgeschlossen sind.
18. Wie lange dauert es bis man mit einer Zahnspange gut sprechen kann?
Sie müssen schon ein wenig üben. Die Zunge braucht eine gewisse Zeit, um sich an die beengten Verhältnisse zu gewöhnen. Durch Sprechübungen kann aber in den meisten Fällen innerhalb von 2 Wochen eine gute Aussprache erreicht werden. Lautes Lesen ist zum Beispiel eine hervorragende Übung zur Verbesserung. Am Anfang sollte man etwas langsamer sprechen, damit sich die Zunge an ihre neue Lage gewöhnen kann.
19. Wie oft muss ich zur Kontrolle kommen?
Die Häufigkeit der Praxisbesuche hängt von der Art der Zahnspange, sowie der Behandlungsphase ab. Bei herausnehmbaren Geräten betragen die Abstände zwischen den Kontrollen etwa 6 - 8 Wochen, bei festsitzenden Zahnspangen etwa 4 - 6 Wochen.
20. Wie wird die kieferorthopädische Behandlung bezahlt?
Kinder:
Die gesetzliche Krankenversicherung beteiligt sich in der Regel an den Kosten einer kieferorthopädischen Behandlung bis zum 18. Lebensjahr, wenn eine mittlere bis starke Fehlstellung der Zähne vorliegt. Zwar muss der Patient während der Behandlung zunächst 20% (ab dem zweiten Kind, welches sich gleichzeitig in Behandlung befindet 10%) der Kosten vorlegen, nach erfolgreichem Behandlungsabschluss erstattet die Krankenkasse dieses Geld jedoch zurück.

Erwachsene:
Ab dem 18. Lebensjahr werden die Kosten nur noch in Kombination mit einem kieferchirurgischen Eingriff von der gesetzlichen Krankenkasse übernommen. Von der privaten Krankenkasse werden die Kosten für eine kieferorthopädische Behandlung in aller Regel abhängig vom abgeschlossenen Tarif übernommen. Weitere Informationen zu diesem Thema finden sie unter Erwachsenen- und Lingualbehandlung.