zahnbesuch

Gesunde Zähne beginnen früh: Der erste Zahnarztbesuch sollte nicht erst dann stattfinden, wenn Beschwerden auftreten. Bereits im ersten Lebensjahr sind zahnärztliche Früherkennungsuntersuchungen vorgesehen.

So können Eltern frühzeitig zur Zahnpflege, Ernährung und Fluoridanwendung beraten werden und das Kind lernt den Zahnarztbesuch ganz selbstverständlich kennen.

Wann sollte mein Kind zum ersten Mal zum Zahnarzt?

Für gesetzlich versicherte Kinder sind bereits ab dem 6. Lebensmonat zahnärztliche Früherkennungsuntersuchungen vorgesehen. Die erste Untersuchung Z1 findet zwischen dem 6. und 9. Lebensmonat statt.

Seit 2026 werden die sechs zahnärztlichen Früherkennungsuntersuchungen Z1 bis Z6 bis zum vollendeten 6. Lebensjahr auch im Gelben Untersuchungsheft dokumentiert.

Ein früher Zahnarztbesuch dient vor allem der Vorsorge. Dabei können die Mund- und Zahnentwicklung kontrolliert und Eltern zu Zahnpflege, Ernährung und Fluoridanwendung beraten werden.

Zähneputzen ab dem ersten Zahn

Sobald der erste Milchzahn durchgebrochen ist, beginnt die regelmäßige Zahnpflege. Eltern sollten das Zähneputzen übernehmen beziehungsweise gründlich nachputzen, bis das Kind die notwendige Geschicklichkeit dafür selbst entwickelt hat.

Milchzähne sind wichtig für das Kauen, die Sprachentwicklung und als Platzhalter für die nachfolgenden bleibenden Zähne. Deshalb sollten auch die ersten Zähne sorgfältig gepflegt werden.

Fluorid schützt vor Karies

Fluoride gehören zu den wirksamsten Maßnahmen zur Vorbeugung von Karies. Entscheidend sind die richtige Fluoridkonzentration und eine altersgerechte Menge der Zahnpasta.

Ab dem Durchbruch des ersten Milchzahns bis zum zweiten Geburtstag wird eine Kinderzahnpasta mit 1.000 ppm Fluorid in reiskorngroßer Menge verwendet. Ab dem zweiten Geburtstag wird eine erbsengroße Menge Kinderzahnpasta mit 1.000 ppm Fluorid empfohlen.

Nach dem Durchbruch der ersten bleibenden Zähne – meist etwa ab dem sechsten Lebensjahr – kann eine Junior- oder Erwachsenenzahnpasta mit ungefähr 1.450 ppm Fluorid verwendet werden.

Erhält ein Kind zusätzlich Fluorid in anderer Form, beispielsweise als Tablette, sollte die Fluoridanwendung mit Kinderarzt und Zahnarzt abgestimmt werden, damit Fluorid nicht unnötig mehrfach zugeführt wird.

Wie entsteht Karies?

Karies entsteht durch das Zusammenspiel von Zahnbelag, darin enthaltenen Mikroorganismen und häufig verfügbaren vergärbaren Kohlenhydraten, insbesondere Zucker.

Die dabei entstehenden Säuren lösen Mineralien aus dem Zahnschmelz. Frühstadien können sich als weißliche Veränderungen der Zahnoberfläche zeigen. Ohne geeignete Gegenmaßnahmen kann daraus eine behandlungsbedürftige Karies entstehen.

Regelmäßiges Zähneputzen mit fluoridhaltiger Zahnpasta, eine zahngesunde Ernährung und regelmäßige zahnärztliche Kontrollen tragen wesentlich zur Vorbeugung bei.

Weiße Flecken auf den Zähnen

Weiße, kreidig wirkende Stellen können ein Hinweis auf eine beginnende Entmineralisierung des Zahnschmelzes sein. Solche Veränderungen können beispielsweise dort entstehen, wo Zahnbelag über längere Zeit nicht ausreichend entfernt wird.

Auch während einer Behandlung mit einer festen Zahnspange ist eine besonders sorgfältige Reinigung rund um Brackets und Bögen wichtig. Bei auffälligen weißen Stellen sollte die Ursache zahnärztlich beurteilt werden.

Zusätzliche Fluoridierungsmaßnahmen sollten nicht pauschal angewendet, sondern abhängig vom individuellen Kariesrisiko mit dem behandelnden Zahnarzt abgestimmt werden.

Was tun bei Zahnfleischbluten?

Zahnfleischbluten kann unterschiedliche Ursachen haben. Häufig ist das Zahnfleisch durch Zahnbelag entzündet, möglich sind aber beispielsweise auch mechanische Reizungen.

Blutendes Zahnfleisch sollte deshalb nicht dazu führen, die Zahnpflege einzustellen. Die Zähne und der Zahnfleischrand sollten weiterhin sorgfältig und sanft gereinigt werden.

Hält das Zahnfleischbluten an, tritt es wiederholt auf oder bestehen weitere Beschwerden, sollte es zahnärztlich abgeklärt werden.

Früh vorsorgen statt erst bei Beschwerden reagieren

Regelmäßige Zahnpflege und frühe zahnärztliche Kontrollen helfen dabei, Probleme rechtzeitig zu erkennen. Gleichzeitig kann sich das Kind ohne akute Beschwerden an die Praxis und die Untersuchungssituation gewöhnen.